Landwirtschaft

Ein globaler Ansatz für den Agrarsektor

Im Fokus der meisten Impact Investments im Agrarsektor stehen die Regionen Sub-Sahara Afrika, Südostasien und Lateinamerika. Viele Entwicklungs- und Schwellenländer bleiben dadurch weitgehend unberücksichtigt. responsAbility Investments AG verfolgt mit seinen Development Investments in der Landwirtschaft einen globalen Ansatz und arbeitet auch mit Produzenten und verarbeitenden Betrieben in den Regionen Kaukasus, Zentralasien und Nordafrika zusammen.

Dass Impact Investoren, die sich im Agrarsektor von Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren, traditionell vor allem in Sub-Sahara Afrika, Südostasien und Lateinamerika investieren, ist verständlich. Schätzungen der Weltbank zufolge bietet allein der afrikanische Nahrungsmittelsektor bis 2030 ein Marktpotenzial von USD 1 Billion. So sind auch viele Impact-Fonds ausschliesslich in dieser Region aktiv.

Reifes Lateinamerika, wachstumsstarkes Südostasien
Lateinamerikas Kaffee-Kooperativen und die reifen, stabilen Märkte der Region sind die tief hängenden Früchte, während Südostasien generell als nächster grosser Wachstumsmarkt gilt.

Das macht Sinn. Die meisten Bauern und die überwältigende Mehrheit der ärmsten Menschen der Welt leben in diesen drei Regionen. Für viele der Volkswirtschaften in diesen Regionen ist die Landwirtschaft weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber.

Die Regulierungsbehörden begrüssen ausländische Investitionen und die Finanzsektoren sind vergleichsweise gut entwickelt. Das macht es einfacher für Impact-Investoren, Mehrwert zu generieren. 

So nachvollziehbar die Priorisierung dieser Regionen auch sein mag – sie lässt grosse Teile der nicht industrialisierten Welt aussen vor. Insbesondere die Agrarsektoren in Nordafrika, dem Nahen Osten, Osteuropa, dem Kaukasus und Zentralasien stehen kaum im Blickpunkt der Impact-Investoren.

Auch hierfür gibt es nachvollziehbare Gründe: veraltete Agrarpraktiken, etablierte lokale Banken, die den Sektor bereits bedienen, hohe politische und länderspezifische Risiken sowie schwierige Bedingungen aus Risiko-Ertrags-Sicht.

Viel Potenzial für Agrarinvestitionen
Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Regionen kein Potenzial und keine Investitionsmöglichkeiten bieten. In Georgien sind 55% der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig und das Land ist der weltweit zweitgrösste Exporteur von Haselnüssen, einem Nahrungsmittel, das vorwiegend von Kleinbauern angebaut wird.

In Armenien trägt die Landwirtschaft 25% zum BIP bei und wächst mit hohen Raten, da sich das Land zunehmend von einer importabhängigen zentralisierten Volkswirtschaft zu einer Wirtschaft mit lokaler Produktionsbasis entwickelt. Mehr als 30% der Bevölkerung leben unter der nationalen Armutsgrenze, die meisten von ihnen in ländlichen Regionen.

Hazelnuts from Georgia

Haselnüsse aus Georgien: Exportvorfinanzierung für den Exporteur verhindert Engpässe beim Cashflow.

Mushrooms from Armenia

Pilze aus Armenien: langfristige Finanzierung für Investitionen in Maschinen und Anlagen ermöglichen ein weiteres Wachstum.

Landwirtschaft: Rückgrat einer wachsenden Wirtschaft
Die strukturelle Schwäche vieler ehemaliger Sowjet-Wirtschaften wurde 2015 sehr deutlich. Mit dem Einbruch des Ölpreises und dem Abschwung in Russland hatten diese von beiden Faktoren extrem abhängigen Länder arg zu kämpfen.

Der Diversifikationsbedarf liegt auf der Hand und Investitionen in Landwirtschaft haben sich bereits als wirkungsvolle Investitionen in Wirtschaftswachstum und Armutsreduktion erwiesen.

Premiumprodukte aus Nordafrika und dem Nahen Osten
Mit Blick auf den Nahen Osten und Nordafrika wird die historische Bedeutung dieser Region als Kornkammer häufig vergessen: In Europa und Nordamerika werden ägyptische Baumwolle, tunesische Datteln und Olivenöl aus Palästina – häufig von Kleinbauern angebaut – als Premium-Produkte verkauft. Die Nachfrage ist da.

Dates from Tunisia

Datteln aus Tunesien: Erntefinanzierung für Produzenten und Exporteure erlauben einen Ausbau der Produktion.

responsAbility: ein globaler Ansatz
Auch responsAbility hat sich bei Agrarinvestitionen zunächst auf den traditionellen Hotspot Lateinamerika konzentriert, setzt inzwischen aber bewusst auf eine globalere Ausrichtung.

Heute sind responsAbility Anlagelösungen in mehr als 40 Ländern investiert, unter anderem im Kaukasus, in Osteuropa, im Nahen Osten und in Nordafrika.

Private Unternehmen im Fokus
Da es hier traditionell keine Kooperativen gibt, liegt der Fokus auf privaten Unternehmen, vor allem Exportunternehmen, die Kleinbauern in ihre Lieferketten einbinden. Mit den Investitionen werden mehr als 50 Rohstoffe finanziert.

Mehrere der Unternehmen, mit denen responsAbility zusammenarbeitet, bieten den Bauern, deren Erzeugnisse sie ankaufen, technische Unterstützung und weiteren Input. Das erhöht die Entwicklungswirkung der Investitionen.