Nachhaltige Ernährung

RESTLOS WERTVOLL

Zero Waste

In einer Welt, in der Millionen von Menschen hungern, ist Verschwendung keine Option – vor allem bei der Verarbeitung von Luxus-Superfoods wie Macadamia-Nüssen

IN DER NATUR IST VERSCHWENDUNG NICHT VORGESEHEN

Die natürlichen Systeme der Erde bestehen aus unzähligen Kreisläufen: Pflanzen, zum Beispiel, leben von den Nährstoffen im Boden und geben dem Boden Nährstoffe zurück, wenn sie verrotten. Leider wird dieser Grundsatz der natürlichen Balance vom Menschen und in den Produktwegen unserer Gesellschaft nicht befolgt. Eine Welt, in der ein Drittel der produzierten Lebensmittel verloren geht, aber immer mehr Menschen unterernährt sind, ist absurd. Zugleich lebt die privilegierte Minderheit der Weltbevölkerung in einem solchen Überfluss, dass fast 2 Milliarden Erwachsene übergewichtig sind, weil sie zu viel Essen zu sich nehmen. Beides – Unterernährung und Übergewicht – gefährdet die Gesundheit. Eine gesunde Ernährung ist damit in jeder Hinsicht von immer grösserer Bedeutung.

Unser Unternehmen soll nachhaltig wirtschaften, daher müssen wir unser Produktangebot erweitern, um alle Teile der Nuss zu verwerten.

SDGs

WIR STELLEN VOR: DIE KÖNIGIN DER NÜSSE

Diese Ernährung beinhaltet zunehmend auch die aus allen Teilen der Welt kommenden «Superfoods», zum Beispiel Macadamia-Nüsse. Angeblich soll ein regelmässiger Verzehr dieser ‚Königin der Nüsse’ bei der Gewichtsabnahme und der Vorbeugung von Diabetes helfen. Die ursprünglich aus Australien stammende Macadamia-Nuss wird heute überall dort auf der Welt angebaut, wo es das Klima erlaubt. Der Anbau ist zeitintensiv: Die Ernte erfolgt manuell. Über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten werden die Nüsse von Hand aufgesammelt.

Kenia ist zwar der drittgrösste Macadamia-Produzent der Welt – aufgrund ihres hohen Preises landen die kostbaren Nüsse in dem Land aber nur selten auf den Esstischen. Dank ihres hohen Marktwerts und einer weltweit wachsenden Nachfrage sind Macadamia-Nüsse aber ein gutes Geschäft für die Bauern vor Ort.

Aufgrund des begrenzten Angebots an Rohnüssen – allein 2018 sind die Ernteerträge in Kenia nach ausgedehnten Dürreperioden um 20% hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben – sind Verarbeiter wie Paem Nuts Marktschwankungen stärker ausgesetzt. «Unser Unternehmen soll nachhaltig wirtschaften, daher ist Verschwendung keine Option», erklärt Pally Muchiri, Eigentümer und CEO des von ihm 2012 gegründeten Unternehmens, das heute zu den Top 10 der kenianischen Macadamia-Produzenten gehört.

MAXIMALER MEHRWERT BEI MINIMALEM AUSSCHUSS

Premiumnüsse sind der Stolz und das wichtigste Produkt von Paem, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, maximalen Wert aus der Ernte herauszuholen. «Mit den Schalenabfällen betreiben wir unsere Produktionslinien. Zerbrochene Kerne verkaufen wir zu günstigeren Preisen an Süsswarenhersteller», erläutert Pally Muchiri. «Bei unserem neuesten Expansionsprojekt geht es um Kerne, die nicht unseren Qualitätsvorgaben entsprechen.»

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Derzeit errichtet Paem in Embu, der Heimatprovinz von Pally Muchiri und einem Zentrum der kenianischen Macadamia-Produktion, eine neue Verarbeitungsanlage, in der Macadamia-Öl aus ausgesonderten Nüssen gewonnen werden soll.

«Die globale Nachfrage nach diesem Produkt wächst, sowohl im Kosmetik- als auch im Lebensmittelsegment, und mit diesem Projekt wird Paem seinen Umsatz steigern können», erklärt Estelle Schuppert, die als Investmentanalystin aus Nairobi heraus für responsAbility tätig ist. «Was mich bei diesem Projekt aber besonders begeistert, ist, dass Paem dadurch den absolut maximalen Nutzen aus einem Rohprodukt zieht, das auf afrikanischem Boden mit enormem Aufwand für diejenigen angebaut wird, die im Überfluss leben. Damit erhält dieses Produkt den Respekt, den es verdient.»

Impact for Climate: Impact Nuts

Dieser Artikel erschien ursprünglich in Impact for Climate, dem responsAbility Impact Report 2019. Die Gesamtpublikation finden Sie hier:

Impact for Climate