Landwirtschaft

Spezialitätenkakao

Peruanische Kleinbauern ganz gross

Die Fairtrade zertifizierte Kakaokooperative Acopagro ist der grösste Exporteur von biologisch produzierten Kakaobohnen in Peru. Die Kooperative will durch besseres Produktions-Know-how und Exportvorfinanzierung von Partnern wie responsAbility weiter wachsen.

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Acopagro mit Sitz in Juanjuí im Amazonasgebiet ist von 27 Mitgliedern im Jahr 1997 auf 2000 Mitglieder angewachsen, die heute gut vom Kakakoanbau leben können. Die Kooperative produziert 5’200 t Kakaobohnen pro Jahr, die biologisch und nach Fairtrade-Richtlinien angebaut werden, und hat ehrgeizige Pläne, um die wachsende Nachfrage aus Europa und den USA zu bedienen.

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Acopagro bezahlt eine monatliche Weiterbildung durch einen externen Agronomen. Die Mitglieder gelangen mit dem Einbaum zur «Feldschule» in Pucacaca im peruanischen Amazonas-Tiefland. Die Schule hilft den Mitgliedern, den Ertrag aus ihren Anbauflächen zu optimieren und eine gleichmässig hohe Qualität sicherzustellen.

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Der Lehrer Miguel Ángel Trujillo Valderrama redet von Sonne, Schatten, Pilzen und Schädlingen - und vor allem vom Kakao: Was die Pflanze mag und was nicht, wieviel Licht sie braucht, um optimal zu gedeihen, wann sie gedüngt werden will – und womit.

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Die Schüler wenden das, was sie über das aktive Schattenmanagement gelernt haben, an und greifen eifrig nach ihren Buschmessern, um Blätter abzuschneiden und so beste Bedingungen für Spitzenkakao zu schaffen. Das Effizienzsteigerungspotenzial auf diesem Gebiet ist trotz grosser Fortschritte in den vergangenen Jahren gewaltig.

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Pamela Esquivel, Sales and Export Manager der Kooperative, erklärt, dass Acopagro ein Projekt zum optimierten Einsatz von biologischem Dünger durchführt und USD 1 Million in Kredite an seine Mitglieder investiert. Versuche zeigen, dass sie damit den Ertrag pro Hektar und Jahr auf 2'000 kg verdoppeln können eine – Riesenchance für die Produzenten.

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Acopagro macht laufend Fortschritte in Quantität und Qualität. Anfangs sammelte die Kooperative die bereits durch die Mitglieder bearbeiteten Kakaobohnen ein. Heute nimmt sie jede Woche die frisch geernteten Bohnen entgegen und verarbeitet sie in eigenen Verarbeitungszentren selbst weiter.

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Acopagro betreibt derzeit 70 Verarbeitungszentren – und laufend kommen weitere hinzu. Die zentrale Verarbeitung unter Aufsicht des Qualitätsmanagements garantiert eine gleichmässig hohe Qualität. Spezialitätenkakao erfreut sich immer grösserer Beliebtheit - und erzielt dementsprechend attraktive Preise bis zu USD 1’000 pro t über dem Weltmarktpreis.

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Mit der Qualitätssteigerung kommt Acopagro einem klaren Kundenwunsch nach. Zählten einst nur Bio- und Fairtrade-Zertifizierung, werden Produzenten bezüglich Säure- und Feuchtigkeitsgehalt immer anspruchsvoller. Zunehmend verlangen sie ausserdem Rohstoffe aus einer einzigen Herkunftsregion und Kakaosorte.

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Javier Flores García, eines der Mitglieder aus Pucacaca, erklärt, dass die Bemühungen von Acopagro dazu beigetragen haben, dass der Kakaoanbau inzwischen eine angesehene Beschäftigung ist. Die Mitglieder erhalten Weiterbildung und Zuschüsse für den Universitätsbesuch ihrer Kinder – ausserdem Direktzahlungen aus der Fairtrade-Zulage, die an die Mitglieder verteilt wird.

Der Kakaoanbau, in den 1990er Jahren durch UNO-Programme als Alternative zur Produktion von Cocapflanzen initiiert, hat den Bauern erlaubt, aus ihrer extremen Armut auszubrechen. Der Fairtrade-Mindestpreis garantiert, dass die Bauern auch im Falle eines Preissturzes am Weltmarkt ihre Produkte zu einem festgesetzten Minimalbetrag absetzen können.

Dank Finanzierung von Anbietern wie responsAbility kann Acopagro seinen Mitgliedern die Kakaobohnen gleich nach der Ernte abkaufen und die Zeit, bis die Kunden sie bezahlen, überbrücken. Ohne diese Finanzierung würden die Bauern trotz tieferer Preise an andere Händler verkaufen, da sie das Geld sofort brauchen.

Siehe vollständiges Interview mit Pamela Esquivel.

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